19 Februar 2011 - 20:30

Bei Protesten gegen den libyschen Staatschef, Muammar Gaddafi, sind der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) zufolge in den vergangenen Tagen 173 Menschen ums Leben gekommen.

Allein am Samstag sollen 90 Personen getötet worden sein. Am Sonntag versammelten sich in der Hafenstadt Benqasi erneut Zehntausende Menschen, um an Trauermärschen teilzunehmen. Einwohner sprachen von einem Massaker. Die Reaktionen aus dem Ausland waren zunächst zurückhaltend. Libyen ist ein wichtiger Energielieferant. Für Demokratie und soziale Reformen wurde am Wochenende auch in Marokko, Algerien, dem Jemen, in Bahrain, Oman und Kuwait sowie im Kleinstaat Dschibuti am Horn von Afrika demonstriert.